Ist Software zu Fast Fashion geworden und haben wir die Ingenieurskunst verlernt?

Neulich habe ich mich mit einem Kollegen über ein Kernsystem unterhalten, das in COBOL geschrieben ist, und dabei kam ich stark ins Grübeln über die Prinzipien der modernen Software-Entwicklung, die sich - ganz nüchtern betrachtet - wie Fast Fashion anfühlt, also eine extrem kurze Haltbarkeit hat. Denn ich habe schon viele Softwareprodukte sterben sehen, die nach wenigen Jahren nicht mehr wartbar waren, und man einen kompletten Rewrite versucht hat und daran eben gescheitert ist. Warum ist das so?

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Zwischen Produktivität und Chaos: Meine Zeit mit Copilot Pro

Die letzten Wochen habe ich intensiv mit Copilot Pro gearbeitet und dabei Sonnet 4 und GPT-4 zum Coden genutzt. Ich hatte dazu die 30-Tage-Testversion bei GitHub gebucht und war anfangs so begeistert, dass ich mich direkt entschied, ins bezahlte Abo zu wechseln. Alles schien großartig: schnelle Unterstützung beim Coden, sofort umsetzbare Vorschläge, das Gefühl, richtig produktiv zu sein. Endlich konnte ich meine Ideen direkt umsetzen, die seit einiger Zeit in meinem Kopf herumschwirrten (u. a. der Urlaubsplanner UrlaubIstPlanbar.de).

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KI im Pair-Programming: So entstand mein Urlaubsplaner

Letztes Wochenende habe ich spontan ein kleines Tool gebaut, das mir selbst schon öfter gefehlt hat. Nichts Kompliziertes, eher so ein Helfer für den Alltag: Eine Seite, auf der man seinen Urlaub planen kann inklusive Schulferien und Feiertagen für alle Bundesländer in Deutschland. Und das ganze kostenlos, ohne Registrierung und ohne dass irgendwas an einen Server gesendet wird. Alles bleibt lokal im Browser (bis auf die Calls für die Urlaube und Feiertage zu öffentlichen APIs).

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Wird KI das Einzelcoaching ersetzen?

Ich habe in den letzten Monaten viel mit unterschiedlichen Prompts experimentiert und sie verwendet, um fiktive Coaching-Sitzungen aufzusetzen, Rollen zu verteilen und klassische Coaching-Fälle durchgespielt. Mal aus der Perspektive einer Führungskraft, mal als Mitarbeiterin, immer mit irgendwelchen Herausforderungen des beruflichen Alltags. Immer wieder neue Settings, neue Rollen, neue Fragen und weiter verfeinerte Prompts. Die KI (LLM) hat sich dabei erstaunlich gut geschlagen.

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Abends, wenn das Kind schläft: Coden mit KI – lokal vs. Cloud

Wie hilfreich ist KI beim Programmieren, wollte ich wissen. Das Setup: Abends eine Stunde, wenn das Kind zu Bett gegangen ist, unter Einsatz von lokalen und cloudbasierten LLMs. Was dabei herauskam? Ein kleiner Python-Service, ein hübsches Dashboard – und ein kleiner Vergleich zwischen LLMs, jenseits vom Hype.

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Welches Framework ist das richtige für die Organisationsentwicklung?

Wenn es um Organisationsentwicklung geht, scheint die Auswahl an Frameworks und Ansätzen schier unendlich: Agile, Lean, Kotters 8-Schritte-Modell, Theorie U, Loop Approach, OKR oder das relativ neue unFIX – die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Jedes dieser Frameworks verspricht, der Schlüssel zu erfolgreichen und nachhaltigen Veränderungen zu sein. Doch welches ist das richtige und führt zum Ziel? Und sind die Ansätze auch wissenschaftlich fundiert? Sind sie auf solide Erkenntnisse der Organisationspsychologie gestützt, oder handelt es sich eher um anekdotische Evidenz?

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Agile Retrospektive als Kurzzeit-Teamcoaching unter Anwendung der Theorie-U und den Ansätzen aus dem systemischen Business Coaching – Teil 4

Coaching und agile Retrospektive mit dem U-Prozess

In den ersten drei Teilen dieser Reihe (Teil 1,Teil 2 und Teil 3) wurden verschiedene Begriffe im Zusammenhang mit agilen Retrospektiven und Coaching erläutert. Außerdem wurde die Theorie-U als ein möglicher Prozess oder Leitfaden für eine Coaching-Sitzung vorgestellt. Um die Durchführung agiler Retrospektiven zu optimieren, wurde die Idee geboren, diese wichtigen und regelmäßigen Team-Termine in Form von Kurzzeitcoachings abzuhalten.

Wie lässt sich nun die Theorie-U bzw. der daraus abgeleitete Prozess auf (Team-)Coaching anwenden?
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Agile Retrospektive als Kurzzeit-Teamcoaching unter Anwendung der Theorie-U und den Ansätzen aus dem systemischen Business Coaching – Teil 3

Theorie U

Die Theorie-U ist eine Methode für das Veränderungsmanagement und entstand am Massachusetts Institute of Technology. Ihr Begründer, der Hamburger C. Otto Scharmer, führte nach eigenen Angaben 150 Interviews mit Führungskräften, Unternehmern und begleitete Unternehmen und Behörden bei Veränderungsprozessen. Aus diesen Interviews und Erfahrungen bildete er mit seinem Team eine Methode für “Lernen, Management, Innovation und systemische Erneuerung” (vgl. (Scharmer and Kaufer 2013, S. 18)). Scharmer schreibt, dass das “Wesentliche” seiner Theorie recht “einfach” ist:

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Agile Retrospektive als Kurzzeit-Teamcoaching unter Anwendung der Theorie-U und den Ansätzen aus dem systemischen Business Coaching – Teil 2

Systemisches Business Coaching

In diesem Teil wird das Konzept des systemischen Business Coachings behandelt. Im ersten Schritt werden die einzelnen Begriffe erklärt und anhand dieser an die Theorie hinter dieser speziellen Form des Coachings herangeführt.

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